Rezensionen
Theaterarbeit
"Ghiccho und seine Kinder" ist ein schrecklich-heutiges Märchen, das von einem Zirkus-Artisten erzählt, der durch das Familienglück, das er will, in Zwänge gerät, die ihn schließlich zerstören.
Peter Iden, Frankfurter Rundschau, 26.11.1979
Blasius: Es sei eines der besten Stücke, das von einem österreichischen Autor in den letzten Jahrzehnten geschrieben worden sei. "Wild! Theatergerecht! Gescheit!" Wenn einer wie der Dramatiker Wolfgang Bauer, dem selbst Kritiker, die mit seinen Inhalten nichts anfangen können, "eine gute Theaterpratze" bescheinigen müssen, das sagt, so wird etwas dran sein. (…)
Erna Lackner, Kleine Zeitung Graz,
8. September 1984
Blasius: Eine Psycho-Groteske, bei welcher tödlicher Ernst und Gaudium auf originelle, sehr theatergerechte und sinnliche Weise ineinander verwoben sind. Ein Text, der bei aller Übersteigerung psychologisch stimmig und doch, kauzig oder makaber, unterhaltend ist.
Neue Zürcher Zeitung 27. September 1984
Der "Blasius" in Villach ist zu einer kleinen Theatersensation für Österreich geworden. Es stimmt die Geschichte, die Acteure, der Regisseur. (…)
Kärntner Landeszeitung, 9. Jänner 1986
Dolores, ein Heldenleben
"Es gefällt mir wirklich sehr gut in seiner beklemmenden Darstellung von Einfalt und deren Folge, immer wieder Schicksal zu ertragen und, wenn's sein muß, zu spielen. Es ist ein großes Gemälde alles verschlafender Bürgerlichkeit und damit alles ermöglichender Grausamkeit mit - am Ende - geradezu shakespearehaftem Humor (Julius und die Geschichte mit Film bzw. Foto) …"
Dieter Kaufmann, 8. August 1991
Bulgakow - Der Dichter und sein Diktator
Es geht um Kunst und Politik, Macht und Verführbarkeit, Freiheit und Unterdrückung, letztlich auch: um Wahn und Wirklichkeit. Der Dichter in Hofmanns Drama ist Mihail Bulgakow, "sein" Diktator Stalin. (…)
Karl Harb, Salzburger Nachrichten, 24. Februar 2003
Die Süchtigen
"Zu ebener Erde die Liebesprobanden auf der Matratze. Großbürgerprinzessin Joy und dichtender Kleinbürgersohn mit Sozialhelfer-Ambition. An dessen Futterkrippe Joys kleiner inzestgeneigter Flipperbruder. Im ersten Stock das aus Haß und Abhängigkeit gekittete Doppelmonster des alten Haubesitzerpaares, Mr. und Mrs. Commonwealth. Im Kellerloch, Flasche in Reichweite, der Rehab-Fall - arme Haut, weiblich. ( . . . )
Cocteau wird mit, sagen wir mal, Gombrowicz auf Welttheater kurzgeschlossen. Abwurf von Ballast wird Höhenflug ermöglichen."
Gisela Bartens, Kleine Zeitung Graz, 16.2.1994
Prosa
Die Furche, Wien, 1. Februar 1996
Hofmann legt nun ein Buch vor, dessen vielleicht größte Leistung das Ziehen an Wurzeln jener österreichischen Literatur ist, die den zweiten Weltkrieg also doch überlebt hat.
Oberhessische Presse, 28. März 1996
... Ein Meisterwerk der Groteske.
Neue Zürcher Zeitung, 11. Juli 1997
... Wie Grass’ blechtrommelnder Oskar nimmt das erzählende Kind mit scharfem Blick das Treiben der Erwachsenen wahr und begehrt gegen diese Welt auf. … Geradezu rabelaisk die Lust am Fabulieren, die Freude am Ersinnen grotesker Situationen.
Salzburger Fenster, 2. April 1997
… Mit Humor, Ironie und Sarkasmus, die eine bis zur grotesken Verfremdung der Realität gehende Steigerung erfahren, wird ein dichter Kosmos gesellschaftlichen und seelischen Geschehens entworfen.
Tomas Friedmann, Geschäftsführer Literaturhaus Eizenbergerhof Salzburg, 26. Mai 1998
… hat sie sich als ernstzunehmende Stimme in die österreichische Gegenwartslisteratur geschrieben. Mit schier grenzenloser Phantasie und großer Freude an grotesken Bildern erfindet Maria Georg Hofmann die Geschichte einer Kindheit in der ungarischen Provinz der 30er Jahre
Dr. Christa Gürtler, Universität Salzburg, 26. Juni 1998
… Hofmann hat mit der Figur des linkshändigen Dichters Alexander Galajda eine Figur erschaffen, die man Ulrich, Robert Musils „Mann ohne Eigenschaften“, getrost zur Seite stellen könnte.
Anton Thuswaldner, Jänner 2010
… Jetzt, im Abstand von fast fünfzehn Jahren, vermag man zu sagen, dass ihr ein Klassiker der österreichischen Literatur gelungen ist.